Herzlich willkommen auf unserem Blog! Hier teilen wir unsere ganz persönliche Reise und all die aufregenden Erlebnisse, die dazugehören. Wir sind eine Familie, die den Sprung ins Unbekannte gewagt haben und sich dem Traum vom Auswandern und einem nachhaltigeren Leben verschrieben haben.
Unser großes Ziel ist es, unabhängiger zu werden und zu lernen, wie wir uns selbst versorgen können. Dabei spielt Terra Preta eine zentrale Rolle – diese faszinierende Schwarzerde, die Böden revolutionieren und Pflanzen zum Blühen bringen kann. Aber sei gewarnt: Wir sind keine Experten! Ganz im Gegenteil, wir sind absolute Anfänger im Gemüseanbau und lernen mit jedem Spatenstich, jedem gesäten Samen und jeder geernteten Tomate dazu. Und ja, das bedeutet auch, dass wir auf diesem Weg so einige Rückschläge erleben werden.
Genau diese Erfahrungen, sowohl die erfolgreichen als auch die „lehrreichen“ (aka. Misserfolge), möchten wir hier mit euch teilen. Denn wir glauben fest daran, dass man aus Fehlern am meisten lernt – und vielleicht könnt ihr ja von unseren kleinen Katastrophen profitieren und sie vermeiden!
Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Unser erstes großes Experiment in Sachen Terra Preta war… sagen wir mal, „aufschlussreich“. Wir wollten unsere eigene Pflanzenkohle herstellen, der Grundbaustein für Terra Preta. Dafür haben wir uns eine Pyrolosetonne besorgt, die nach dem Prinzip der Pyrolyse funktionieren sollte – also dem Verkohlen von organischem Material unter Sauerstoffmangel.
Hochmotiviert füllten wir unsere Tonne diesmal mit einer Mischung aus trockenen Ästen und Heu, in der Hoffnung, so einen besseren Start für den Pyrolyseprozess zu schaffen. Doch dann kam der Moment der Wahrheit: Wir zündeten das Material an, traten ein paar Schritte zurück und warteten gespannt auf das Ergebnis. Die ersten Minuten verliefen unspektakulär, es qualmte ein wenig.
Etwa eine Viertelstunde später gab es dann eine unerwartete Entwicklung: Ein ziemlich lauter Knall, gefolgt von einer hohen Stichflamme, die kurz in die Höhe schoss. Wir waren überrascht, vielleicht sogar etwas erschrocken, hatten wir doch mit einem solchen Szenario nicht gerechnet.
Nach diesem Spektakel ließen wir die Tonne zunächst in Ruhe. Rund zwei Stunden später wagten wir einen Blick und hoben vorsichtig den Deckel ab, um zu sehen, was aus unserem Material geworden war. Tatsächlich fanden wir eine halbvolle Tonne mit Kohle vor! Ein erster Teilerfolg, dachten wir – doch die Freude währte kurz. Mit dem plötzlichen Sauerstoff, der nun durch den offenen Deckel an die heiße Kohle gelangte, begann das Material direkt wieder zu brennen!
Schnell reagierten wir und löschten das Ganze mit etwa 20 Litern Wasser. Das Feuer war schnell unter Kontrolle und es rauchte auch nichts mehr. Wir ließen die Tonne über Nacht stehen, um alles abkühlen zu lassen.
Doch als wir am nächsten Morgen den Inhalt begutachten wollten, stellten wir fest: Von der vermeintlichen Kohle war nichts mehr übrig – nur noch ein Haufen feiner Asche. Die Kombination aus dem anfänglichen Brand, dem Löschvorgang und der Oxidation über Nacht hatte unsere Kohle restlos zu Asche werden lassen. Und die Tonne selbst hatte sich durch den Druck des Knalls sichtlich verändert.


Und hier der direkte Vergleich des Deckels – da sieht man den Unterschied besonders gut:


Diese Erfahrung war frustrierend, aber vor allem sehr erkenntnisreich! Wir haben gelernt, dass selbst bei scheinbar einfachen Prozessen die Details entscheidend sind, dass Sauerstoff ein Spielverderber sein kann und dass wir uns noch viel Wissen aneignen müssen. Und es hat uns gezeigt, dass der Weg zum perfekten Selbstversorgergarten steinig sein kann, aber jeder Schritt, auch wenn er unerwartet verläuft, uns schlauer macht.
Bleibt dran, um zu erfahren, wie es mit unserer Pyrolosetonne weitergeht und welche neuen Herausforderungen und Erfolge wir auf unserem Weg erleben!
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Sowas passiert den Besten. Ich drücke euch weiter die Daumen und folge eurem Weg 👍.
Lasst euch nicht von kleinen Hürden unterkriegen.